Alpentour 2026
Von Genf nach Ljubljana
Diese Jahr bleiben wir auf dem Kontinent. Und entgegen unserer üblichen Vorgehensweise haben wir uns auch erst sehr spät entschieden, wo es hingehen soll.
Der Plan ist, in zwei Etappen von Dortmund über Karlsruhe und Sondernach (Frankreich) nach Genf (Schweiz) zu fahren. Von hier aus geht es in das Aostatal (Italien) und dann weiter in den Kanton Tessin (Schweiz). Einen mehrtägigen Aufenthalt haben wir dann in Airolo und Bormio (Italien) geplant. Über Dorf Tirol (Italien) und Lienz (Österreich) geht es nach Ljubljana, wo wir 2 Tage zu Fuß unterwegs sein werden. Über Annaberg im Lämmertal, Neumarkt in der Oberpfalz und den Berggasthof Bayernturm geht es zurück nach Dortmund.

Eine Woche vor dem Start haben wir neue Reifen auf den Motorrädern, alle Wartungsarbeiten abgeschlossen und die Maut-Vignetten für die Schweiz gebucht. Am Wochenende vor der Abreise, Arbeiten wir unsere Packliste ab. Die Liste hat sich bewährt und hilft uns, alle Besorgungen rechtzeitig zu erledigen.

Tagesetappe: 389 km
Von Karlsruhe nach Sondernach (Vogesen F)
Morgens frühstücken wir erst einmal und verquatschen uns ein bischen. Kurz nach 12 machen wir uns auf den Weg, der aufgrund der Empfehlungen meines Onkels auch noch 100 km länger ist als ursprünglich geplant. Wir fahren erstmal an der deutsch-französischen Grenze entlang und fahren dann von Norden in die Vogesen und schlagen uns immer entlang der Höhenzüge nach Süden. In Saint Marie aux Mines biegen wir ab auf die „Route des Crêtes„. Die Strecke ist der Kracher. Unterwegs machen wir uns einen Kaffee selbst, weil heute am Sonntag viele Läden zu oder überfüllt sind.



Unsere Unterkunft in Sondernach erreichen wir um 19:30, entledigen uns des Gepäcks und machen uns auf die Suche nach einem Restaurant für das Abendessen. In Mezeral werden wir noch fündig: Die Küche im Hotel “ Le Soleil d’Or“ ist noch offen und wir bekommen ein gutes Abendessen.

Tagesetappe: 281 km

Gîtes & Chambres à louer “ La Source „
4 Route du Schnepfenried
68380 SONDERNACH
Tel.: 06 07 66 56 71
la-source5@orange.fr
Von Sondernach (Vogesen) nach Mies (Genfer See CH)
Heute sind wir in Sondernach aufgebrochen und mussten erst in die entgegengesetzte Richtung fahren, weil in Richtung Süden die Tankstelle zu weit entfernt war. Beim Packen zeigte sich, dass Sandra’s Packnetz auf der einen Seite amAuflösungserscheinungen hatte und schon einige Harken verloren gegangen sind. Das Problem scheint mit der Hitze vom oben liegenden Auspuff zusammenzuhängen, der die Gummibänder spröde gemacht hat. Wir müssen zum Tanken bis nach Munster zuückfahren und finden dort auch einen Baumarkt, in dem wir Zurrgurte für den Notfall kaufen.
Als alles erledigt ist fahren wir wieder durch Sondernach auf unsere ursprünglich geplante Route. Wir passieren dabei unsere Unterkunft und werden schon ein paar Meter weiter durch eine kurvige, sehr schöne Route belohnt. Wir folgen der Route nach Süden durch die Vogesen in Richtung St. Sursanne. In Alle halten wir an einem Bistro mit Schatten vor der Tür und machen Mittagspause. Kein kulinarisches Highlight aber einen willkommene Erholung. Von St. Ursanne folgen wir der Doubs entlang der Route Hyppolyte. In Bretonvillers haben wir einen Langholztransport vor uns und fahren spontan einen kleinen Schlenker, der uns auf einer sehr schönen Strecke durch einen Wald führt. Unterwegs finden wir einen halbswegs kühlen Platz zum Ausruhen. Wir sind inzwischen schon ganz schön geschlaucht und brauchen unbedingt mehr Pausen. Danach geht es weiter Richtung Orchamps-Vennes. Bei Cuvier biegen wir auf die D 107 und fahren Richtung Genf. Die Strecke führt uns über sehr schöne Bergstrassen und wir haben auf der östlichen Seite einen Superausblick auf den Genfer See und den Mt. Blanc.

Tagesetappe: 369 km

Auberge Le Couronne
Tel.: +41 22 755 24 90
E-Mail: info@aubergelacouronne.ch
Rue du Village 30, 1295 Mies, Suisse
Sehr nettes, kleines Hotel mit guten, renovierten Zimmern und sehr guter Küche
Tagesausflug in Genf (CH)
Nach drei Tagen auf dem Moppeds machen wir heute einen Ausflug nach Genf. Die Bahnfahrt dauert knapp 20 Minuten und als wir dem Fahrscheinautomaten entlockt haben, wie wir an ein Ticket kommen, ist der Rest ganz unkompliziert. Die Fahrschienautomaten sind jedenfalls genauso nutzerunfreundlich, wie bei uns. Die Bahn fährt allerdings pünktlich. Vom Hauptbahnhof gehen wir zu Fuß zum See und nehmen spontan erst einmal einen Kaffee an der Uferpromenade. Danach passieren wir die „Pont du Mont-Blanc“ und betrachten den „Jet d’Eau“. Diese beeindruckend Fontäne hat wohl jeder schon einmal in den Nachrichten gesehen. Ich habe mir sie aber nicht so hoch vorgestellt. 140 Meter Höhe, 200 km/h Austrittsgeschwindigkeit, 7 to Wasser in der Luft, das sind beeindruckende Daten. Von hier aus gehen wir in den englischen Garten und biegen dann in die Altstadt ab. Was uns auffällt: Es gibt überall viele Motorradparkplätze, aber alle sind voll. Wir sind jedenfalls froh, dass wir in leichter Bekleidung hier sind. In der Stadt sind überall Baustellen, es ist stickig und warm und so richtig wohl fühlen wir uns nicht. Wir besuchen die Kathedrale, die durch ihre protestatntische Schlichtheit schon wieder schön ist. Auf dem Rückweg wollen wir einen Happen essen und stellen fest, dass sogar ein McD hier in Genf absurd teuer ist.
Nach eine Pause in einem Bistro an der Rhone machen wir uns auf den Weg zurück nach Mies. Genf ist sicherlich eine schöne Stadt, wenn man viel Geld hat. Wir haben das erwartet, trotzdem fragen wir uns, wie normale Menschen hier klar kommen. Besuchen ist ganz nett, leben wollen wir hier nicht.
Von Mies nach Bionaz (Aosta I)
Von Mies brechen wir um 10:20 Uhr auf. Der Weg durch Genf ist nervig, sehr heiß und dauert eine Stunde, die wir uns gerne gespart hätten. Da es heute nicht regnet, beschliessen wir die Route um das Mt. Blanc-Massiv zu nehmen und nicht durch den Tunnel zu fahren. Als erstes Zwischenziel steht Bonneville auf der Liste. Am Ortseingang mache ich ein Foto von der Bonni mit dem Ortseingangsschild. Von Bonneville fahren wir Richtung Süden, überqueren den Col de Aravis und biegen in Flumet ab nach Notre-Dame-de-Belcombe. Auf dem weiteren Weg passieren wir Beaufort, den Lac de Roselend und überqueren den Comet de Roselend. In Bourg Saint Maurice biegen wir in Richtung Kleinen St. Bernhard-Pass ab.
Der Kleine St. Bernhard-Pass zieht sich, sowohl rauf als auch runter. Auf dem Weg nach oben fängt die Bonni wieder an zu stottern. Bis hierhin ist sie seit dem Tausch des MAP-Sensors vollkommen geschmeidig gelaufen. Außerdem touchiert Sandra in einer Serpentine mit dem rechten Koffer einen Begrenzungsbalken und hat jetzt eine respektable Beule im Koffer.Wir fahren hinter dem Kleinen St. Bernhard-Pass Richtung Aosta. In La Thule biegen wir in Richtung Colle San Carlo ab und fahren noch einmal gefühlte tausend Serpentinen. In Morgex nehmen wir die Schnellstrasse, aber es kommt uns hier im Tal wieder heiß und stickig vor. Hinter Aosta biegen wir in das Aostatal ab und später bei Valpeline in das ???tal nach Bionaz.Bionaz durchqueren wir genauso wie alle anderen Dörfer. Sandra hat schon Zweifel, ob da überhaupt noch etwas kommt aber ganz an Ende des Tals, direkt am Staudamm des Lago di Place Moulin liegt unsere Unterkunft, das Locanda Place Moulin.

Tagesetappe: 277 km
Pässe: Col de Aravis – Col des Saisies – Cormet de Roselend – Col du Petit St. Bernard- Colle San Carlo

Locanda Lac Place Moulin
Telefon +39 339 606 6721
E-Mail: info@locanda-lacplacemoulin.it
Place Moulin, 11010 Bionaz, Italien
Ganz weit hinten im Tal, sehr ruhig, sehr lustiger Wirt und jeden Tag ein anderes Menü. Zimmer in gutem Zustand, sauber und gepflegt.
Auch für einen Wanderausflug ein guter Ausgangsort.
Wandern am Lach Place Moulin (Bionaz / Aosta I)
Donnerstag = Wandertag.
Was soll ich sagen, wir starten nach dem Frühstück zu einer Wanderung entlang des Lac Place Moulin. Es ist heiß, aber wir nehmen das Ziel zu Fuß in Angriff. Als wir oben an der Staumauer angekommen sind, haben wir gelernt, dass wir nicht im letzten, sondern im vorletzten Haus des Tals wohnen, das das Wasser des Sees türkisgrün ist und in Italien am letzten Zipfel noch Parkscheinautomaten stehen. An der Staumauer ist ein teilweise überdachter Parkplatz, aber obwohl dort noch Plätze frei waren, stehen Autos davor in der Sonne. Der Laie staunt, der Fachmann wundert sich.
Der Weg ist ein ständiges Auf und Ab, ab und an kommen ein paar Gebirgsbäche die Wand runtergestürzt und wir merken schnell, dass das gute Plätze für kurze Pausen sind. Die vermeintliche Hütte am Ende des Sees entpuppt sich als Kuhstall. So beschliessen wir, den Rückweg anzutreten. Auf dem Rückweg werden wir sogar unsere Sonnenhüte an einigen Wasserfällen befeuchten, um unsere Hitzewallungen zu reduzieren. Als wir wieder zurück sind, sind wir 8 bis 9 km gelaufen, etwas durch und trinken an dem Kiosk am Parkplatz ein viel zu teures Bier. Den Rest beschreiben die Bilder besser als Worte das könnten.
Tagesetappe: 9 km zu Fuß
Von Bionaz nach Airolo (Tessin CH)
Der Tag fing super an, mit einem italienischen Frühstück, der guten Laune des Wirtes und bestem Wetter. Wir haben die Tage im Locanda Lac Place Moulin genossen. Für Leute, die es ruhig mögen, ist das ein sehr guter Ort.
Wir sind dann das ganze Tag zurück nach Aosta gefahre und biegen dann nach Norden in Richtung Großer St. Bernhardpass ab. Leider gibt es seit ein paar Tagen immer wieder Störungen im GPS-System, so dass wir den Abzweig zum Pass verpassen und dann vor dem Tunnel auch nicht mehr drehen können. Also nehmen wir den St. Bernardo-Tunnel. Vor dem Tunnel war es schon recht warm und so verschwitzt wir in der Sommerjacken sind, spüren wir den Temperaturabfall im Tunnel sehr deutlich.
Hinter dem Tunnel halten wir uns immer in Richtung Martigny und gehen dort auf die Autobahn. Wir wollen heute stressfrei Meter machen und hatten digitale Autobahnvignetten schon vor der Reise gebucht. Die Autobahn geht bei Brig in eine Staatsstrasse über, der wir nach einem kurzen Stopp an einer Tanke folgen.
Nach ein paar Kilometern haben wir das Gefühl, dass uns diesennNachmittag noch einRegenschauer erwischen wird und wir suchen eine Stelle, wo wir die Regenjacken überziehen können. Der Schauer war schneller und so werden wir schon nass bevor wir überhaupt eine Chance haben, die Jacken überzuziehen. Trotzdem ist es mit den Jacken wärmer und da wir auch noch den Nufenenpass vor uns haben, eine gute Wahl.
Der Nufenenpass ist mit 2478 Metern einer der höchsten Strassenpässe in der Schweiz. Er ist gut ausgebaut und einfach befahrbar. Auf der Passhöhe nehmen wir einen Kaffee, einen Cappucino und zwei Stück Kuchen und berappen 24,30 CHF. Da haben wir noch Glück gehabt, die Küche war schon zu. Eine Portion Pommes hätte 9 CHF und eine Gulaschsuppe 17 CHF gekostet.
In unserer Unterkunft kommen wir um kurz nach 17 Uhr an. Das ist das krasse Gegenteil von der Ruhe in der letzten Tagen. Die Bude ist abgerockt, die Ferienwohnung im 3. Stock, den Schlüssel bekommen wir per Schlüsseltresor und die Wirte machen nicht den Eindruck als ob sie hier mal auftauchen wollen. Wir haben eine Nachricht mit Instruktionen für den Self-Check-In bekommen und die Kurtaxe sollen wir am Ende in bar in der Wohnung liegen lassen. Definitif sind die 6,8 Punkte bei Booking.com noch viel zu hoch gegriffen. Das einzig gute ist die großräumige Lage zwischen den Pässen, dem Lago Maggiore oder dem Vierwaldstättersee.
Tagesetappe: 256 km
5-Pässe-Runde
Am Samstagmorgen haben wir einen Plan. Nach einem improvisierten Frühstück fahren wir von Airolo aus die historische Tremolastrecke. Diese historische Passroute fordert unsere volle Aufmersamkeit, weil die Kehren nicht so weitläufig sind und weite Teile der Strecke aus Granitkopfsteinpflaster bestehen. Landschaftlich ist da aber eine perfekte Wahl. Wir lassen uns Zeit und machen am St. Gotthard Hospiz einen ersten längeren Stopp. Dort oben herscht ein ziemlicher Trubel, eine Kapelle erfeut das Publikum mit mexicanischer Musik. Sehr lustig in der Alpenumgebung. Nach ein paar Fotos fahren wir weiter. Unser Plan heute ist die 5-Pässe-Runde:
– Tremola
– Sustenpass
– Grimselpass
– Furkapass
– St.Gotthard-Pass.
Als wir am Grimselpass aufbrechen, ziehen auf beiden Seiten dunkle Regenwolken auf. Gestern haben wir ja schon erfahren, wie schnell in den Bergen das Wetter umschlagen kann und wir beeilen uns zurück nach Airolo zu kommen. Unterwegs kaufen wir noch schnell etwas ein und machen abend wieder improvisiertes Abendessen aus Pizza von gestern, Melone, Käsehäppchen und Dosenbier. Wir haben Glück, der große Regen verfehlt uns heute.

Tagesetappe: 167 km
Pässe: St. Gotthard – Sustenpass – Grimselpass – Furkapass – St. Gotthard

Chalet Cuore delle Alpi
Via San Gottardo 16, 6780 Airolo, Schweiz
Die Kontaktdaten sparen wir uns hier!
Abgerockte Bude, 3. Stock, Wirte haben wir erst bei der Abreise gesehen. Wenig kontaktfreudig und wortkarg. Wir würden das auf keinen Fall noch einmal buchen. Für das Sammelsurium übriggebliebener Sperrmüllmöbel ist der Preis selbst für schweizer Verhältnisse viel zu hoch. Den „Alpenblick“ sieht man links.
Airolo ist aber eine sehr gute Ausgangsbasis für einige Pässe und hat im Ortskern sicherlich noch bessere Unterkünft. Im Hotel delle Alpi gibt es sehr leckere Pizza aus dem Holzofen.
Tagestour Vierwaldstätter See
Am Sonntag ist es überall voll. Wir haben eine Tour zum Vierwaldstätter See geplant und brechen um 10:30 nach einem improvisierten Frühstück auf. Die Anfahrt machen wir etwas zügiger, da wir die landschaftlich schönen Nebenstrecken schon kennen. In Altdorf besuchen wir kurz das Wilhelm-Tell-Denkmal und stoppen dann an einem Restaurant, das sogar kostenfreie Motorradparkplätze anbietet. nach einem kurzen Snack geht es weiter zur Tell-Kapelle und zur Tell-Platte. Bei der Kapelle befindet sich ein Stück oberhalb ein Glockenspiel. Die Kapelle steht direkt am Ufer und wir können von hier die verschiedensten Arten des Surfens beobachten.
Als wir weiterfahren, um den Spuren der Geschichte der Schweiz zu folgen biegen wir nach Schwyz ab, um das Bundesbriefmuseum zu suchen. Wir werden nicht fündig und beschliessen weiterzufahren. In Gersau nehmen wir die Fähre nach Beckenried. Von dort müssen wir erstmal einen Abschnitt Autobahn fahren. Jetzt zahlt sich wieder aus, dass wir die Autobahn vignetten vorher gekauft hatten. So spontan wäre das sonst nicht möglich. Durch den dichten Wochenendverkehr fahren wir ganz entspannt zurück zu unserer Unterkunft in Airolo.
Abends gehen wir voch einmal ins Auberge delles Alpes und entdecken, dass es dort nicht nur Pizza, sondern auch Fischgrillplatte gibt, die gar nicht in der Karte steht.
Morgen geht es weiter nach Bormio (Italien).

Tagesetappe: 184 km
Pässe: St. Gotthard
Von Airolo (Tessin CH) nach Bormio (Lombardei I)
Heute ziehen wir von Airolo nach Bormio um. Gleichzeitig ziehen wir von einer Unterkunft aus Sperrmüll und einer abgerockten Bude in ein schickes ****-Hotel. Der wWeg führt uns wieder über den St. Gotthard-Pass. Wir nutzen die Gelegenheit, mit der Drohne von weiter oben ein paar Aufnahmen von der Tremola-Strecke zu machen.

Wir fahren bis nach Andermatt und biegen dann auf den Oberalppass ab. Wir machen einen halt auf der Passhöhe. Hier steht ein Leuchtturm, dessen Grund wir erfahren wollen. Der kleine Leuchtturm ist ein Symbol für die Verbindung zur Nordsee, denn ganz in der Nähe ist die Rheinquelle. Ab Basel ist der Rhein dann schiffbar und ist die Verbindung der Schweiz zum Meer.
Nach der Überquerung geht es lange den Rhein entlang, bis wir schliesslich in Bonaduz den Lauf des Flusses verlassen und in Richtung Thusis fahren. In Thusis biegen wir ab in Richtung Albulapass. Auf Empfehlung des Pässführers von Bikerbetten halten wir an der Passhöhe des Albulapass an. Dort sollte man unbedingt die Spaghetti geniessen. Spaghetti gibt es hier nicht, dafür zweimal Hörnli mit Hackfleischsauce. Dazu gibt es ein alkoholfreies Weizen und eine Apfelschorle (klein) und zwei Espressi und schwubs sind wir schon wieder 78 schweizer Fränkli los. Gut, wir haben damit gerechnet, dass der Urlaub uns einiges abverlangt, wenn wir Essen gehen und wir fahren ja nur einmal im Jahr in den Urlaub.
Auf dem weiteren Weg fahren wir noch mehr aus Versehen über den ofenpass und kommen dann zum Umbrailpass. Der Umbrail hat uns schon etwas begeistert. Wir müssen allerdings sehr aufpassen, weil die Strassen eng sind und manche andere Motoristi eher aus Zufall als aus Können nicht verunfallen. Wir werden an einigen Stellen von übermotivierten Fahrern und Fahrerinnen überholt, wo weder Platz noch frei Sicht auf die Strecke ist. Eine Gruppe aus 4 Fahrern überholt uns gleich mehrfach, weil sie dann anschließend immer irgendwo rumstehen.
Als wir oben an der Kreuzung angelegt sind, wo von links der Passo de Stelvio einmündet – oder mündet der Umbrailpasse ein – kommt eine Gruppe getunter Autos mit sehr lustigen Ausstattungen den Berg runter. Einige haben Räder auf dem Dach, andere Gastanks. Alles sind ältere Modelle, aber offensichtlich getunt, geliebt und gepflegt. Die meisten haben einen Rallykäfig eingebaut und sie geben auch ordentlich Gas auf der Piste.
Im Hotel in Bormio angekommen, parken wir die Motorräder nach dem Abladen in der Tiefgarage. Wenn wir beide Bikes auf einen Parkplatz stellen, müssen wir auch nur einen Parkplatz bezahlen, versichert ind die Empfangsdame. In der Garage stellen wir fest, dass dort schon eine große Zahl Motorräder steht, das eine sind alles die selben, das ist vermutlich eine organisierte Reisegruppe, die anderen sind alles uunterschiedliche Modelle. wir relaxen ein bischen nach dem Auspacken und gehen abbends noch eine kleine Runde durch den Ort. Wir entdecken ein Denkmal für die Olympischen Spiele. Cortina d’Ampezzo ist nicht weit und am Stilfser Joch ist eine der Abfahrtspisten der Winterolympiade. Dort is ein ganzjährig nutzbares Skigebiet.

Tagesetappe: 262 km
Pässe: St. Gotthard – Oberalbpass – Albulapass – Ofenpass – Umbrailpass
Tagesrunde Gaviapass
Sandra macht heute eine Runde zu Fuß durch Bormio, während ich eigentlich zu den Passhöhen vom Umbrailpass und dem Stilfser Joch fahren will, um dort mit der Drohne zu fliegen. Schon auf dem Weg nach oben sehe ich, dass die Berge im Norden von Gewittern dunkel eingehüllt sind und beschliesse zu drehen. Im Süden sieht das Wetter besser aus. Als Ziel fahre ich den Passo di Gavia an.
Die Auffahrt zum Pass ist herausfordernd, weil die Strassen sehr eng, teilweise schlecht einsehbar und die Spitzkehren zahlreich sind. Ca. 2 km vor der Passhöhehalte ich an einem Denkmal zu Ehren Gefallener des italienischen Gebirgsjägerregiments (Monumento ai caduti sul Passo Gavia). Hier ist zum Fliegen zu viel los, so dass ich beschliesse, zur Passhöhe zu fahren. Oben angekommen, fängt auch hier das Wetter an zu kippen. Ich kehre in das Refugio Bonetta ein und sitze das Thema eine Weile aus. Dann packe ich mich und mein Gepäck regenfest ein. Als ich mich auf den Weg mache, regnet es noch, aber ich fahre dem trockenen Wetter entgegen. Etwas weiter unten finde ich einen guten Platz um mit der Drohne zu fliegen.
Auf dem Rückweg habe ich noch eine unangenehme Begegnung mit übermotivierten Motorradfahrern. Das ist knapp, aber es geht gut aus. Den Rest des Tages verbringen wir dann mit einem Stadtbummel und einem ausgiebigen Abendmenü.

Tagesetappe: 68 km
Pass: Gaviapass

Miramonti Park Hotel
Telefon +39 0342 903312
Via Milano 50, 23032 Bormio, Italien
Das Miramonti Park Hotel hat uns sehr gut gefallen. Es liegt zentral nahe an der Innenstadt von Bormio und ist ein bischen luxuriös. Die Lage ist auch sehr gut für Erkundungsfahrten zum Stifser Joch, Umbraillpass oder Gaviapass.
Von Bormio (Lombardei I) nach Dorf Tirol (Trentino/Südtirol I)
Was für ein geiler Tag heute. Nach einem gemütlichen Frühstück sind wir von Bormio weiter nach Dorf Tirol gezogen. Von Bormio kommt man direkt auf den Weg zum Passo dell Stevio (Stilfser Joch), der ja wegen seiner Nordseite mit 48 Kehren berühmt ist. Auch die Südseite ist schon ein Vergnügen, das wir schon von der Anreise kannten. Den Weg auf der Südseite hat der Pass mit dem Umbrailpass fast komplett gemeinsam. Die beide teilen sich erst weit oben auf.
Oben angekommen fühlten wir uns wie auf einer Kirmes. Schrecklich. Nach ein paar schnellen Fotos und einem kurzen Souvenirshopping, das erstaunlich günstig war, machen wir uns wieder auf de Weg. Wir erwischen eine günstige Zeit und haben auf der Abfahrt relativ wenig Verkehr, können die Kehren schön ausfahren und kommen gut unten an.
Weiter geht es dann im Tal bei drückender Hitze. Ich muss gestehen, unsere normalen Motorradjacken haben wir noch nicht genutzt. Bisher haben wir alles in den Sommer-Mesh-Jacken gemacht. Nur manchmal haben wir kurz unsere Regenjacken drübergezogen.
Der Weg zur Unterkunft ist heute nicht so weit. Unterwegs machen wir noch einen Mittagsstopp im Ortlerhof der mit einer einladenden Skulptur an der Strasse um unsere Aufmerksamkeit buhlt.

Ich bestelle mir eine Alpenvesperplatte, die auf dem Bild ganz gut aussah. Was kam, war auch sehr gut, aber reichte auch für 2 Tage…

Wie schon erwähnt, wir sind sehr früh an der Unterkunft. Wir sind sehr positiv überrascht und verfluchen schon insgeheim, dass wir nur eine Nacht hier sind.
Sandra beschliesst spontan, wandern zu gehen und ich beschliesse spontan zum Timmelsjoch zu fahren. Die Tour ist super – bis zur österreichischen Grenze. Das Museum ist leider noch 8 km weiter.
Ich mache hier wieder die Erfahrung, dass Österreich das einzige Land ist, das es hinbekommt, noch vor dem Schld „Willkommen in Österreich“ das Schild „Mautpflichtige Strasse“ aufzustellen. Also fahre ich heute nicht zum Museum und nutze die Zeit, etwas zügiger bei wenig Verkehr wieder ins Tal zu fahren.

tagesetappe: 198 km
Pässe: Stilfser Joch – Timmelsjoch
Abends gehen wir in den Biergarten im Dorf mit Ausblick.


Luisashaus
Hauptstraße, 22, 39019 Dorf Tirol, Italien
E-Mail: luisashaustirol@gmail.com
Telefon +39 333 617 6454
Wir sind sehr positiv überrascht, ein sehr modernes, sauberes Zimmer, eine sehr nette Wirtin und eine Gegend zum Träumen. Alles drei zusammen lädt zum Wiederkommen ein. Lisi ist ein wirklich liebenswürdige und hilfsbereite Gastgeberin. Die Lage ist auch toll, weil man von hier aus mehrere Topregionen für das Moppedfahren oder Wandern erreichen kann. Wir haben schon einmal einen Zeitraum für nächstes Jahr reserviert.
Von Dorf Tirol (Trentino / Südtirol I) nach Lienz ((Osttirol Ö)
Von Dorf Tirol brechen wir nach Lienz in Österreich auf. Wir nehmen die längere Route durch die Dolimiten und sind vollkommen überwältiggt von der Kulisse. Wir passieren Meran und fahren in Richtung Bozen. Als nächsten Wegpunkt fahren wir den Nigerpass an. Ab hier wird es wild, weil das Navi uns immer wieder auf seltsame Umwege führen will. Bestimmte Routen will es einfachvnicht in die Strecke einbauen. Wir fahren die Routen trotzdem und haben mit diesen Abschnitten gar keine Probleme. Insgesamt passieren wir so viele Pässe, sind so begeistert von dieser Landschaft, dass wir irgendwann gar nicht mehr mitzählen. Die Dolomiten verlassen wir bei Dreizinnen. Hier bekommen wir auchvein paar Regentropfen ab – nicht der Rede wert, aber es erinnert uns daran, wie viel Glück wir wieder mit dem Wetter hatten. Morgens sind wir zwischen zwei Regenfeldern gestartet und den ganzen Tag in der Lücke gefahren.
Die letzten 50 Kilometer fahren wir etwas zügiger auf Bundesstrassen. Wir wollen unsere Unterkunft, das Waldhotel Jungbrunn hinter Lienz nochbbei offener Küche erreichen. Das klappt und wir können noch ein schönes Abendessen genießen.

Tagesetappe:
Pässe: Nigerpass – Karerpass – Passo di Pordoi – Passo di Falzarego – Passo Tre Croci – Col Sant‘ Angelo

Waldhotel Jungbrunn
Telefon +43 676 3434824
E-Mail: rezeption@dolomitenresort.at
Bad Jungbrunn 3, 9907 Tristach, Österreich
Sehr ruhiges Hotel etwas abseits mit guter Küche und einem Topfrühstück am Tisch serviert.
Von Lienz (Osttirol Ö) nach Ljubljana (SLO)
In Lienz sind wir früh los. Trotzdem sind wir spät in Ljubljana angekommen. Der Tag war eine Herausforderung ganz verschiedener Art. Die Routenplanung war eine, die Bekleidung eine andere, das Durchhaltevermögen die nächste.
Dazu schreibe ich morgen mehr, aber so viel sei gesagt: Wenn in Slovenien in der Karte eine Strasse ist, dann heisst das nicht, dass dort auch etwas ist, dass dieser Bezeichnung würdig ist. Auch nicht, dass ein Schild da steht, dass in 3 km die Strasse weggebaggert ist und dort nur eine Schotterpiste für die nächsten Kilometer ist. Jetzt muss man wissen: Sandra kann Schotterpiste, die Tiger auch, aber es ist für sie eine mentale Herausforderung und streßt sie ungemein.
Wie auch immer wir sind nach diversen Umwegen nach 7:18 h reiner Fahrzeit und 320 km teilweise in Schrittgeschwindigkeit im Hotel in Ljubljana angekommen, haben die Bikes in der Tiefgarage untergebracht und Quartier bezogen. Balkon mit Schlossblick. Damit, eine Dusche und einen Espresso später war der Stress verflogen.


City Hotel Ljubljana
Telefon +386 1 239 00 00
E-Mail: info@cityhotel.si
Dalmatinova Street 15, 1000 Ljubljana, Slowenien
Das City Hotel Ljubljana liegt genial in weniger als 5 Minuten vom Centrum von Ljubljana. Wir haben schon vor der Anreise eine E-Mail zur Vorbereitung des Check-ins erhalten und das Einchecken geht ganz schnell. In der Tiefgarage sind zwei Motorradparkplätze für uns reserviert. Von der Teifgarage können wir das Gepäck direkt in den 6. Stock hochfahren.
Zu Fuß in Ljubljana
Am Sonntag starten wir ganz entspannt in den Tag. Wir haben eine Tour zur Burg geplant. Auf dem Weg dorthin sehen wirm, dass es neben der Strasse und dem Fußweg auch eine Seilbahn gibt. Wir buchen die Seilbahn inklusive einem Audio-Guide für die Burg und fahren mit der Bahn nach ein paar Minuten Warten nach oben . In die Bahn passen 28 Passagiere und sie fährt ca. alle 5 Minuten. Es geht also recht zügig.
Oben angekommen erhalten wir noch eine Kartenzu den Audio-Guides, die uns anzeigt, wo wir die passenden Haltepunkte für die Infos von den Abspielgeräten finden. Mittags kehren wir in einem Weinbistro ein, trinken aber nur Wasser. Es ist ziemlich heiß dort oben, es regt sich kein Lüftchen. Der Gang durch die Burg ist sehr interessant. Hie rerfahren wir unter anderem,dass hier auf der Burg ein Ableger der ältesten Weinrebe der Welt wächst. Diese älteste Weinrebe steht in Maribor (Rebsorte Žametovka) . Die Ableger werden nach strengen Kriterien zu besonderen Anlässen vergeben. Ansonsten sind die meisten Weinreben in Europa auf amerikanische Wurzelstöcke aufgepfropfte Sorten. Die amerikanischen Reben waren resistenter gegen die Reblaus und so erhält man resistente Reben mit den Sorten der europäischen Reben.
Als am Horizont Gewitterwolken aufziehen machen wir uns auf den Weg zum Hotel. Abends gehen wir am Ufer der Ljublijanica in einer der zahlreichen Bars und schauen das WM-Finale. Am Anfang ist der Applaus noch sehr zögerlich, aber mit fortschreitender Zeit und argentinischer Fehlleistung kommt Stimmung auf.
Am nächsten Tag machen wir die Altstadt von Ljubljana unischer.
Von Ljubljana (SLO) nach Annaberg (Salzburger Land Ö)
Unsere Tage in Ljubljana sind viel zu schnell vorüber. Von Ljubljana brechen wir auf und nehmen den Weg über die Landstrasse zum Wurzenpass. Unser Ziel ist der Alpenhof Annaberg in Annaberg. Wir kennen den Gasthof schon von unserer Sommertour 2021. Morgens noch ein letzter Blick vom Balkon in Ljubljana:

Der Wurzenpass ist jetzt nach den Pässen, die wir vorher überquert haben, nicht so die große Hürde. Es war aber relativ kalt und wir machten oben eine Kaffeepause. Auch hier ist die Geschichte überall zu sehen. Der Pass war ein direkter Konfrontationsbereich zwischen dem Warschauer Pakt und Westeuropa. Es gibt hier eine der größten Bunkeranlagen zur Sicherung des Passes. Bei der Weiterfahrt haben wir dann richtig Glück: Kaum sind wir losgefahren, sperrt die österreichische Polizei den Pass. Der Ordnungshüter sieht uns zwei Mopeten nahen und winkt uns schnell noch durch. Hinter uns kommt dann nichts mehr. Weiter unten sehen wir den Grund: Ein Wohnmobil steht im Graben und muss geborgen werden. Unten nehmen wir erstmal die Autobahn, biegen vor dem Katschbergtunnel wieder auf die Landstrasse ab. Das 2. Mal haben wir Glück, weil wieder alle Wolken ihren Inhalt nicht da ablassen, wo wir sind. Wir sind schon wieder trocken angekommen. Über den Obertauern geht es dann weiter nach Annaberg im Lammertal.

Abends machen wir uns es noch auf der Terasse von Alpenhof bei einem Österreichischen Abendessen gemütlich.
Tagestour: 4-Seen-Tour
In Annaberg bleiben wir zwei Nächte. Wir haben so genug Zeit, um noch eine Tour in der gegend zu fahren. Wir planen erst die Postalm Panoramastrasse hochzufahren und dann den Wolfgangsee, den Mondsee und den Attersee zu umrunden. Die Landschaften sind gigantisch. Jeder See hat seine eigene Farbe und Landschaft.
In Weyregg am Attersee machen wir einen Halt beim Gasthof zur Landeroith und essen bei einem Italiener. Wir sitzen auf einner kleinen Terassse direkt am Wasser und geniessen den NAchmittag. Wir beobachten direkt nebenan das Treiben an einer Tauchschule. Der See scheint hier eine flache Uferzone zu haben, die zum Üben einlädt.
Abends gibt es dann nur noch einen Salat als wir wieder im Alpenhof angekommen sind.

Morgen geht es weiter in Richtung Heimat. Das Ziel ist die Oberpfalz.

Alpenhof Annaberg
Annaberg Nr. 36, 5524 Annaberg im Lammertal
Tel.: +43 6463 8152
E-Mail: info@alpenhof-annaberg.at
Sehr netter, auf Motorradfahrer eingerichteter Gasthof. Moderne Zimmer, sehr gute Küche. Gute Lage am Dachstein ermöglicht diverse Touren, auch zum Attersee, Mondsee oder Wolfgangsee oder nach Salzburg.
Von Annaberg (Salzburger Land Ö) nach Neumarkt in der Oberpfalz (D)

Tagesetappe: 342 km
Von Neumarkt in der Oberpfalz (D) nach Zimmerau (Main-Rhön)
Die vorletzte Etappe führt uns von Neumarkt in der Oberpfalz nach Zimmerau. Wir haben nur einen Zwischenstopp bei Kathi-Bräu geplant. Hier sind wir schon ein paar Mal gewesen, wenn wir zum Thruxton-Forum-Treffen am Bayernturm waren, aber es waren immer Samstage. Schaschliktag ist aber am Freitag und so sind wir ganz glücklich, dass es heute klappt.
Unterwegs machen wir einen kurzen Stopp in Kirchehrenbach und zum letzten Mal auch dieser Tour kommt unser kleiner Gaskocher zum Einsatz. Im Schatten der Kirchen kochen wir uns einen Kaffee und ruhen etwas aus. Bei der Weiterfahrt verfahren wir uns und landen an einem bewaldeten Platz, um den herum lauter „Keller“ sind. Diese Keller sind typisch für die Region. Man hat sie früher als Kühlhäuser für Bire und andere Waren in die Hügel gegraben. Ich habe schon öfters „Keller“ gesehen, aber so viele an einem Ort, das ist schon eine Seltenheit. Heir waren sicherlich an die zwanzig Keller in unmittelbarer Nachbarschaft.
Wir sind früh bei Heri und nutzen die Zeit uns ein bischen im zimmer auszuruhen. Abneds gibt es dann eins seiner sensationellen Schnitzel, allerdings nur mit Salat.



Tagesetappe: 194 km

Hotel Dietmayr
Tel.: +49 9181 25870
E-Mail: kontakt[ad]dietmayr.de
Bahnhofstrasse 4, 92318 Neumarkt in der Oberpfalz
Eine sehr gute Wahl für unsere Etappe. Großer, kostenloser Parkplatz hinter dem Haus, moderne Zimmer, zentrale Lage mit der möglichkeit schnellein paar Besorgungen zu machen. Moderne, komfortable Zimmer und demnächst wieder ein Restaurant im Haus. Als wir dort waren wurde das Restaurant komplett neu ausgebaut.
Von Zimmerau nach Dortmund
In Zimmerau gibt es den Berggasthof Bayernturm. Hier findet auch jedes Jahr am Himmelfahrtswochenende das Treffen der Mitglieder des Thruxton-Forums statt. Natürlich ist es nicht auf Fahrer einer Thruxton beschränkt, es kommen auch Bonnevilles, Scrambler ode ragnz andere Marken. Das schöne an der Gemeinschaft ist, dass es bezüglich der Mopeten gar keinen Animositäten gibt, zumindst nicht, solange damit nette, gesellige Menschen anreisen.
Die Lage im ehemaligen Grenzgebiet ist auch der Grund, warum der Turm hier steht, hängt auch eng mit der ehemaligen Grenze zusammen. (https://de.wikipedia.org/wiki/Bayernturm). Der gerggasthof wurde als Ausflugslokal dann daneben gebaut. Hier treffen sich einige Motorradgruppen im Jahr, aber er lädt auch einfach ein, die Ruhe zu geniessen.
Vom Bayerntrum aus, geht es durch die Rhön, durch Fulda und dann quer durch das hessische Bergland und Sauerland nach Bestwig, wo wir schon gewohnheitsmäßig auf die Autobahn gehen.

Tagesetappe: 332 km
Von Zimmerau (Main-Rhön) nach Dortmund


Berggasthof Bayernturm
Tel.: +49 9763 265
E-Mail: bayernturm@web.de
Turmstraße 53, 97528 Sulzdorf
Der Berggasthof Bayernturm hat seinen ganz eigenen Charme. Wir sind hier schon oft zum Treffen des Thruxton-Forum gewesen und kommen gerne auch so hierhin, wenn wir in der Gegnd sind.
Heri’s Schnitzel sind einfach immer eine Reise wert!
Zusammenfassung
Nach weit über 4.000 km, 22 Tagen auf Reise, 6 Ländern und 11 Stationen habe wir viele verschiedene Umgebungen gestreift, die dazu einladen, noch einmal etwas länger dort zu bleiben. Genf als Stadt hat uns weniger angezogen, es war heiß, stickig, viel Verkehr und es war alles seeehr teuer. Das wird daran liegen, dass es hier den Schweizaufschlag und den Touristenaufschlag gibt. Trotzdem hat uns die Schweiz auch gefallen, die Landschaften sind hier in den südlichen Alpen sensationell, zumindest für jemanden, die die Berge mag. Mit gefällt es an der See auch ganz gut.
Zum Motorradfahren braucht man hier wohl nicht viel zu sagen. Das ganze Gebiet von Genf bis Ljubljana war ein Spielplatz für Große, was uns immer wieder aufgefallen ist, ist der Umsatnd, dass es eine ganze Menge Motorradfahrer gibt, die eher wegen Glück als wegen Können überleben. Oder eben, weil die anderen Verkehrsteilnehmer aufmerksam sind. Selbstüberschätzung überholt einen mehrfach am Tag und wir waren froh, dass wir keinen schweren Unfälle erleben mussten. Im Kurvenausgang kamen mir auf dem Gaviapass drei Motorräder entgegen, von denen eins am Überholen war. Dass sieht man leider immer wieder und was mir auch aufgefallen ist (subjektive Beobachtung), es waren oft Fahrer eines beliebten Boxers aus Deutschland. Die Technik scheint die Risikoabschätzung zu beeinflussen.

Zum Glück überwiegt die Anzahl Motorradfahrer, die eher Reisen als Rasen. Und in einigen Regionen, die wir besucht haben, war erstaunlich wenig los. Besonders beeindruckt haben uns die Dolomiten. Diese Landschaft ist einfach der Hammer. Kombiniert mit den zahlreichen Hinweisen, Spots und Museen zur Geschichte zwischen 1915 und 1918 ist das ein Gebite, das wir zu kurz bescuht haben.
Learnings
- Tagesetappen nicht zu lang planen.
- Das Fahren in den Bergen ist anstrengender als im Flachland.
- Man muss bis zur letzten Kurve volle Aufmerksmakeit haben.
- Augen auf im Strassenverkehr!
- Immer und überall mit Gegenverkehr rechnen.
- Manche Unterkünfte haben uns sehr positiv überrascht und unserer Erwartungen übertroffen. Es ist schwierig anhand anderer Beurteilungen eine Einschätzung vorzunehmen, weil Menschen unterschiedliche Perspektiven und Erwartungen haben.
Ausblick
Die Westalpen sind sicherlich eine Reise wert, die Dolomiten haben uns aber wirklich umgehauen. Die ganze Region von Bormio über Meran bis in die Dolomiten wird sicherlich noch einen weiteren Besuch erfordern. Deshalb haben wir bei Luisashaus auch schon einen Zeitraum reserviert und werden jetzt schauen, dass wir das mit unseren anderen Plänen unter inene Hut bekommen.
Es wird also voraussichtlich in 2027 noch einmal in die Region gehen. Da ich das dann mit einer Woche Tauchen in Kroatien kombinieren will, werden wir dann wahrscheinlich die Motorräder auf dem Anhänger mit nehmen. Schauen wir mal, was bis dahin alles noch so an Ideeen kommt.





































































































































Ein Kommentar zu „Alpentour 2026“
Danke Henri für deine Reise Bericht.
Es ist immer schön deine Kommentar und Tipps zu lesen!
Charles