Schottland 2022

Schottland 2022


30.07. Heute ist Reisetag. Von Tarbet geht es nach Newcastle auf die Fähre. Das Tarbet Hotel werden wir nicht vermissen. Am Ende haben sie sich noch zu unseren Gunsten verrechnet. Wir haben das als gerechten Ausgleich für ein dreckiges Zimmer und schlechten Service hingenommen. Wir starten bei Regen, aber das Glück ist mit uns und die letzten 2 Stunden vor der Fähren sind trocken. Mit nassen Motorrad-Klamotten in der Kabine auf der Fähre hätte ein feucht, warmes Klima gegeben. Einchecken, Motorräder verladen und die Kabine finden geht alles ohne Probleme. Dann geht es auf das Oberdeck zur Happy-Hour. Das Bier bringen wir dieses Mal selbst mit. 7 €für eine Dose Heineken ist doch etwas übertrieben.

Die Überfahrt verläuft ereignislos. Das Buffet im Bordrestaurant „Explrers Kitchen“ können wir empfehlen. Das Frühstück ist auch sehr gut und reichhaltig.

In Ijmuiden (Amsterdam) regnet es erst einmal wieder. Ab Arnheim ist es dann wieder trocken. Kurz hinterder Grenze machen wir eine Pause zum Tanken. Vor dem Urlaub hätten wir uns gar nicht vorstellen können, dass ir uns mal über Preise von1,67 $/L freuen würden. Aber auf der Insel lagen die Preise eher bei umgerechnet 2,40 €/L und in Niederlanden bei 2,08 €/L liegen.

Nach 4030 km kommen wir gut erholt um 15:00 Uhr wieder zuhause an.


29.07. Heute gehen wir den Tag ruhiger an. Sandra will die Gegend zu Fuß erkunden und ich wollte zum „Wallace Monument“. Als ich losfahren will, ist das Schloss von der Badezimmertür blockiert. Leider ist mein Helm und meine Handschuhe drinnen. Diese amerikanischen Drehschlösser sind echt der letzte Mist. Die klemmen ja nicht zum ersten Mal. Die Reinigungskraft hat einige Mühe, das Schloss wieder zu öffnen. Nach ein paar Versuchen ist sie erfolgreich. Die Tür werden wir wohl nicht wieder ganz verschliessen.

Sandra macht eine große Runde zu Fuss. Unterwegs entdeckt sie ein Restaurant, in das wir abends einkehren werden.

Ich dagegen mache noch eine Runde mit dem Motorrad ind besuche noch zwei Orte, die auf dem Zettel habe: Die „Edradour Destillery“ und das „Wallace Monument“. Zusammen gibt das eine ordentliche Runde zum Abschluss.

Auf dem Weg entdecke ich eine kleine Strasse, die die Berge führt. Oben entdecke ich einen kleinen Staudamm. Von dort oben ist die Aussicht hervorragend.

Die „Edradour Destillery“ ist zwar geschlossen, ich fahre aber trotzdem dort vorbei, um zu erfahren, wo mein Lieblings-Whisky hergestellt wird.

Edradour Destillery

Zim Wallace Monument muss ich das letztee Stück zu Fuss. Nach ein paar Minuten ist der beschwerliche Weg aber zurückgelegt.

Wallace Monument
Aussicht vom Wallace Monument

Das Restaurant „Slanj“ ist eine ehemalige Kirche. Das Essen ist vorzüglich, das Bier aus eigener Herstellung und die Atmosphäre sehr angenehm.

Klicke auf das Bild, um zur Webseite des „Slanj“ zu kommen.

28.07. Heute sind wir umgezogen. Den Tag können wir durchaus als Tag der Kontraste bezeichnen. Heute Morgen sassen wir noch mit Meerblick bei einer sehr liebenswürdigen B&B-Gastwirtin bei bestem Sonnenschein und haben den Tag genossen. Danach verlassen wir Applecross auf der Küstenstrasse. Der Weg ist 18 Meilen länger, aber die Strecke um diebHalbinsel herum wollen wir uns auch anschauen.

Unterwegs steht eine Herde Hochlandrinder auf der Fahrbahn und macht überhaupt keine Anstalten sich zu bewegen. Mit den Motorrädern können wir uns durchschlängeln, aber das Wohnmobil braucht mehr Geduld.

Wer erkennt den Drehort? In Schottland wurdn eine ganze Reihe bekannter Filme gedreht. Eilean Donan Castle ist bekannt aus „Der Highlander“.


Irgendwo vor Glencoe begann es intensiver zu regnen.Damit änderte sich auch der ganze Tag.

Im Glencoe-Tal hängen die Regenwolken fest.

Die Unterkunft in Tarbet ist der krasse Gegensatz. Das Tarbet Hotel hat seine besten Zeiten irgendwann vor 40 Jahren oder früher gehabt. Nicht dass es voller kurioser Gebäudeeigenheiten ist (alle Brandschutztüren öffnen sich gegen die Fluchtrichtung), ist der Laden auf interessant organisiert. Im Restaurant kann man keine Getränke bestellen. Die Getränke müssen wir uns von der Bar holen. Das wäre an sich kein Problem, wenn der Barkeeper schneller als der Koch wäre. Der Barkeeper bringt so ca. alle 5 Minuten ein Getränk raus. Die Schlange ist lang und als ich wieder am Tisch bin, ist das Essen auch schon halb kalt.

Also es gibt in jedem Jahr eine Unterkunft, die klarer Verlierer ist. Bisher dachte ich, das war die Kabine auf der Fähre, aber kein Ausblick, ist noch besser als der Blick in den Hinterhof des Hotels. Das Einzige, was dort zur Verschönerung beträgt, sind unsere beiden Moppeds.

Interessant ist auch, dass das ganze Hotel voller Gehörloser ist, was an sich auch gar kein Problem ist. Nur für wen spielt dann der Musiker in der Bar live. Und hat dem mal einer erklärt, dass Gehörlose die Musik auch nicht hören, wenn er lauter singt? Jedenfalls ist er so laut, dass wir auch bald nichts mehr verstehen…


27.07. Das B&B ist sehr ursprünglich. Seonag und Alaster kümmern sich rührend um uns. Es ist hier ein bischen wie Wohnen mit Familienanschluss. Die Ziemmer sind nicht all zu gross, wir verkleinern die Fläche noch durch unsere Koffer, Topcases unddas ganze Geraffel. Seonag betreibt den einzigen Laden hier weit und breit, außerdem das Postoffice. Alaster züchtet Schafe. Alles in Allem ist das hier aber ein sehr angenehmer Aufenthalt. Die Ruhe und die Gelassenheit, mit der hier das Leben gelebt wird, ist ein angenehmer Kontrast zu dem Zirkus, der uns zuhause wieder erwartet.

Blick aus dem Bett vor dem Aufstehen

Wir werden heute noch einmal nach Skye fahren. Der südliche Teil der Insel wartet ja noch auf uns.

Was für ein geiler Tag! Heute Morgen sind wir bei leicht bewölktem Himmel losgefahren, haben dann auf dem Applecross Pass noch ein bischen Nieselregen abbekommen und dann den ganzen Tag angenehme Temperaturen und Sonne gehabt. Man kann das gar nicht beschreiben. Am besten zeigen das Bilder. Abends kehren wir noch im Applecross Inn ein. Sineag hat schon morgens einen Tisch für uns reserviert, sonst wäre das aussichtslos.

Die Küche im Applecross Inn versteht ihr Handwerk. Heute Abend wird einmal geschlemmmt, nachdem wir gestern Selbstversorgung aus dem Supermarkt gemacht haben.


Heute fahren wir nach Skye. Die Tour führt uns von Applecross über den Applecross Pass um Loch Kishorn und entlang am Loch Carron nach Plockton. Am Pass wechselt das Wetter sehr schnell. Während die eine Seite in Nebel gehüllt ist, ist die andere Seite klar und bietet beste Ausssicht.

In Plockton machen wir einen ersten längeren Stopp.

Plockton Harbour Street
In Plockton ist Ebbe.

Dann fahren wir über die Skye-Bridge und die Ostküste hoch. Von Portree aus fahren wir zum „Old Man of Storr“. Beim „Old Man of Storr“ halten wir kurz an, aber die Stelle ist vollkommen überlaufen mit Touristen, das Wetter ist diesig und wir beschliessen weiter zu fahren. Der nächste Halt ist der „Kilt Rock Wasserfall“.

Kilt Rock Wasserfall

Wir fahren weiter in Richtung Norden. In Staffin machen wir einen Abstecher an die Pier. Etwas abseits davon ist eine gute Stelle, um mit der Drohne zu fliegen und Aufnahmen von der Gegend zu machen.

Wir fahren um die Nordspitze, halten an verschiedenen Stellen an um die Landschaft zu bestaunen oder Fotos zu machen und folgen dann der Osteite der Insel zurück nach Portree.

Als wir wieder am B&B ankommen, geht gerade die Sonne unter.

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